Die Zweite spielt 0:0, die Erste verliert 3:5 – da wird's jetzt langsam richtig eng
Die 2. Mannschaft blieb am Sonntag ohne Torerfolg, hielt gleichzeitig aber auch den eigenen Kasten sauber. Das 0:0-Unentschieden gegen den Tabellennachbarn aus Freudenburg reichte schließlich aus, um sich auf Platz 10 der Kreisliga C16 zu verbessern. Die 1. Mannschaft verlor anschließend auch gegen die Reserve des VfL Trier mit 3:5 – eine Heimniederlage, die richtig weh tut, zumal ein direkter Konkurrent im Kampf gegen den Abstieg aus der Kreisliga B10 die Punkte mitnehmen konnte.
Zum Spiel der Zweiten: Wenn man bedenkt, dass dem SV Freudenburg noch in der Saison 2018/19 zusammen mit unserer Ersten der Aufstieg in die A-Liga gelang, dann erscheint das Remis gegen die Fußballer vom Saargau – jetzt wieder C-Ligist – in einem durchaus positiven Licht. Die beiden nächsten Partien in Konz und bei der SG Weintal Krettnach werden aber ungleich schwerer, weil in solchen Lokalderbys die Trauben erfahrungsgemäß hoch hängen, zumal auswärts.
Bei der Ersten wird die Liste der Spieler, die sonntags fehlen, allmählich so lang, dass man besser die aufzählt, die da waren. Jedenfalls ist es so kaum möglich, eine Stammformation aufzubauen, die aber vor allem in der Abwehr dringend nötig wäre. Gegen den VfL geriet man nach der 1:0-Führung durch Jan Baudner (26. Minute, Foulelfmeter) bis zur 57. Minute durch vermeidbare Treffer mit 1:4 in Rückstand. Dann aber verkürzten Niklas Wacht (70.) und Michi Adam (82.) auf 3:4 – und alles schien wieder möglich. Als die Trierer in der 87. Minute erneut im eigenen Strafraum foulten, blieb dem Liescher Anhang aber der Jubelschrei zum nicht mehr erhofften Ausgleich im Hals stecken, weil einer unserer Jungspunde den fälligen Elfmeter nicht rein-, sondern am linken Pfosten vorbeischob. Um es deutlich zu sagen: Das hätte man anders regeln können – ja. Da hätten erneut Jan Baudner oder Kapitän Julius Jost antreten müssen – ja. Jedenfalls ein erfahrener Spieler und kein 18-jähriger Youngster – ja. Fest steht aber auch, dass das jetzt bei dem Burschen nicht zum Zweifel am eigenen Spiel führen darf, denn es gibt Schlimmeres als einen vergeigten Elfer. Deshalb sollte man aus dem Ablauf Lehren ziehen und vor allem dem sichtlich geknickten Jungen bei den nächsten Spielen den Rücken stärken. Dann wird auch der VfL-Treffer zum 3:5 in der Nachspielzeit nur eine Momentaufnahme und nebensächlich bleiben. Außerdem kommen noch 17 Spiele, um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Und darum geht es jetzt. Hier die nächsten Partien:
Mittwoch, 07. Oktober 2026
19.30 Uhr: SV Konz II – SV Wasserliesch/Oberbillig II (Nachholspiel)
Sonntag, 11. Oktober 2026
12.30 Uhr: SV Tawern II – SV Wasserliesch/Oberbillig I
12.45 Uhr: SG Weintal Krettnach II – SV Wasserliesch/Oberbillig II
H.L.